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Nach einer längeren Pause geht’s heute zum Endspurt bei dem Thema „Anschlussfinanzierung mit Fremdwährungskrediten“. Wie wir bereits gesehen haben, ist es verlockend, günstiges Baugeld in Fremdwährungen aufzunehmen, Sie müssen jedoch auch das Spiel verstehen – sonst kann Ihr Traum von der Immobilie und der günstigen Anschlussfinanzierung, schnell zum Albtraum werden.
Anschlussfinanzierung: Achtung Kursschwankungen bei Fremdwährungskrediten
Neben dem Währungsrisiko ist das Zinsrisiko ein weiteres Manko der Fremdwährungskredite. Während der Kreditlaufzeit können und werden sich Zinsänderungen ergeben, denn der Zinssatz ist für einen Fremdwährungskredit auf maximal 24 Monate fixierbar, meist sind es jedoch nur drei oder sechs Monate. In Folge kommt es regelmäßig zu Zinsanpassungen. Ein Anstieg der Zinsbasis hat zur Folge, dass der von der Bank anfangs sehr interessant, niedrig vereinbarte Prozentsatz auch steigt und damit ebenso die Zinskosten. Und dies wiederum führt dazu, dass die Kreditraten stark anwachsen. Auf jeden Fall ist eine große Portion Risikobereitschaft mitzubringen für diese Form als Anschlussfinanzierung. „Wer in einer Fremdwährungen finanziert , muss mögliche Verluste verkraften können, so Experten.
Aussagen von Statistiken zufolge scheinen die Österreicher mehr Risikobereitschaft an den Tag zu legen als wir Deutschen. „Wir beobachten”, so ein Branchenexperte, „dass derzeit nur sehr wenige Kunden die Fremdwährungskredite als Anschlussfinanzierung nutzen.” Dies ist natürlich immer von unterschiedlichen Faktoren, wie beispielsweise der Zinsdifferenz zum Euro abhängig. Doch die Deutschen lassen sich nicht verunsichern und zogen zeitweise mit großem Eifer nach. Es gibt unterschiedliche Banken, die in Deutschland nun auch Fremdwährungskredite als Anschlussfinanzierungen seit einigen Jahren anbieten.
Anschlussfinanzierung: Fremdwährungskredite sind nur für Kunden mit guter Bonität
Die Hochzeit der Fremdwährungskredite für die Anschlussfinanzierung dürfte aufgrund der Bankenkriese aktuell deutlich eingebrochen sein. Jedoch vor ca. zwei Jahren wurde jedes dritte Haus, zumindest teilweise, bei der Anschlussfinanzierung mit Fremdwährungskrediten finanziert (W. Budde von der Volksbank Klettgau (bullVestor Dez. 2007)) . Es ist kein Wunder, dass sich so mancher Häuslebauer für einen Kredit in Fremdwährungen entschied, denn die Vorteile, die so ein Kredit mit sich bringt, sind nicht von schlechten Eltern.
Mit großer Bescheidenheit denkt sich eventuell ein Bankkunde, dass der den gehobenen Ansprüchen eines Fremdwährungskredits nicht dienen könne. Doch falsch gedacht: Die Prämissen, die ein Klient zu erfüllen hat, damit er ein Darlehen in ausländischer Währung gewährt bekommt, sind von vielen Bürgern zu erfüllen. Der Kunde muss eine gute Bonität vorweisen und die monatlichen Raten auch bei einem erheblichen höheren Euro-Zinssatz bedienen können. Ebenfalls sollte die Beleihung des Objekts 80 Prozent nicht überschreiten..
Alles schön und gut. Aber aufgrund der erläuterten Risiken könnte nun der ein oder andere mächtig ins Schwitzen geraten. Denn es liegen dennoch einige Risiken vor, die den Fremdwährungskredit als Anschlussfinanzierung nicht so rosig aussehen lassen. Ungeachtet dessen kann sich der Kunde vorbereiten, seinen Verlust so niedrig wie möglich zu halten. Sie sollten sich ähnlich wie bei Aktien und Fonds selbst ein Limit nach oben, sowie nach unten setzen. Sollten diese Limits erreicht werden, so sollten Sie schnell in eine andere Währung wechseln.
Nach meiner aktuellen Einschätzung sollen ALLE die Finger von Fremdwährungskrediten als Anschlussfinanzierung lassen. Die Finanzmärkte sind in Zeiten der Bankenkrise nicht mehr einschätzbar. Die Zinsen für Anschlussfinanzierungen sind auch in Euro auf einem historisch günstigen Niveau. Wenn Sie das Spiel mit dem Risiko lieben, dann können Sie es ja wagen – vielleicht auch nur mit einem (kleinen) Teil für die Anschlussfinanzierung.
Ihr
Siegmar Bührle
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