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  • Anschlussfinanzierung mit Fremdwährungskrediten – Teil (2): geringe Zinsen, aber hohes Risiko

    • Autor: Anschlussfinanzierung
    • Kategorie: Allgemein, Tilgungsarten
    • Tags: Anschlussfinanzierung, Anschlussfinanzierungen, Franken, Fremdwährung, Fremdwährungskredit, Fremdwährungskredite, Immobilienfinanzierung, Immobilienfinanzierungen, Immobilienkredit, Sondertilgung, Währung, Zinsniveau
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    Im heutigen Beitrag zur Serie Anschlussfinanzierung mit Fremdwährungskrediten geht es um die günstigen Zinsen, die Fremdwährungskredite bieten. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die günstigen Zinsen werden mit einem erhöhten Risiko erkauft.

    Anschlussfinanzierung: Geringe Zinsen, aber hohes Risiko bei Fremdwährungskrediten

    Wie im ersten Beitrag bereits ausgeführt, wird ein Fremdwährungskredit nicht in Euro, sondern in einer fremden Währung aufgenommen. Aktuell besonders beliebt sind der Japanische Yen, der Schweizer Franken oder der US-Dollar. Die Besonderheit beim Fremdwährungskredit liegt darin, dass der Kredit sowohl in mehreren Währungen genutzt werden kann. Im Japanischen Yen sind derzeit bei niedrigen Beleihungen noch Zinssätze von rund 2% möglich. Eine Finanzierung auf Basis des Yen raten Baufinanzierungsexperten jedoch dringend ab, da die Währungssituation nicht sicher abgeschätzt werden kann.

    Währungswechsel während der Kreditlaufzeit

    Ein Währungswechsel während der Kreditlaufzeit ist in der Regel beliebig oft möglich. Dabei wird der Wechsel der Kreditwährung direkt zwischen den Währungen vorgenommen, ohne zuvor in den Euro zu wechseln. Je nach Bank sind die Kosten für einen solchen Währungswechsel sehr unterschiedlich. Als übliche Beträge kann man jedoch zwischen 0 und 500 EUR ansetzen.

    Die Vorteile für den Währungswechsel liegen für den Kunden auf der Hand. Sie können während Ihrer Finanzierungslaufzeit das in anderen Ländern vorhandene niedrige Zinsniveau nutzen, sowie von eventuellen Kursschwankungen profitieren. Öffnen sich im Laufe der Zeit günstigere Möglichkeiten, haben Sie die Freiheit, in eine neue Währung zu wechseln. Eine Wechselmöglichkeit zurück in den Euro ist natürlich auch gegeben.

    Des weiteren sind Fremdwährungskredite meist als variable Darlehen gestaltet. Das bietet Ihnen als Kunde die große Chance, in beliebiger Höhe zu tilgen. Sie haben es somit in der Hand, schnell und flexibel zwischen Währungen zu wechseln, Sondertilgungen einzubauen und somit die Höhe der Zinsbelastung zu beeinflussen.

    Bei Zinszahlungen müssen Sie als Darlehensnehmer aufgrund der günstigeren Zinsen nicht so tief in die Tasche greifen, im Vergleich zu einer normalen Anschlussfinanzierung, und haben somit die Möglichkeit, eine höhere Tilgungsrate zu vereinbaren.

    Anschlussfinanzierung: Wo ist der Haken bei den Fremdwährungskrediten?

    Wenn man obige Vorteile nimmt und sich die damit verbundenen Möglichkeiten vor Augen hält, scheint es, dass Fremdwährungen die ideale Lösung für Immobilienfinanzierungen und somit auch für Anschlussfinanzierungen sind. Günstige Zinsen, beliebiger Wechsel in andere Währungen, Möglichkeit zu höheren Tilgungsraten, freie Sondertilgungen, Möglichkeit wieder in den Euro zurück zu wechseln, …

    Die Sache hat natürlich auch einen Haken. Wie man sich an den niedrigen Zinsen freuen kann, so kann man sich bei einer Schwankung der Wechselkurse zum Euro auch die Haare ausrupfen. Denn folgendes ist zu beachten: Fremdwährungskredite sind zum Teil immer mit erheblichen Währungs- und Zinsschwankungen verbunden.
    Eine Schwankung des Wechselkurses bewirkt, dass sich die Kreditschuld bezogen auf den Euro ändert. Steigt die Währung, so hat das automatisch auch einen Anstieg der aufgenommenen Kreditschulden zur Folge. Fällt hingegen die Währung, schrumpfen Ihre Kreditschulden / Anschlussfinanzierung von ganz allein.

    Wie können sich denn die Schulden in Abhängigkeit der Währungsschwankungen entwickeln? Das ist ganz einfach. Ihre Kreditsumme in der Kreditwährung ändert sich nicht, außer Sie tilgen die Schuld. Durch die Wechselkursunterschiede hingegen, kann sich Ihr Kredit verteuern oder verbilligen. Fällt zum Beispiel der Schweizer Franken im Bezug auf den Euro – Ihrer Basiswährung – wird der Euro mehr Wert. Wenn Sie dann den Immobilienkredit /die Anschlussfinanzierung tilgen und der Euro ist mehr Wert als zu Beginn Finanzierung, haben Sie ein gutes Geschäft gemacht. Der Wechselkurs kann sich aber auch anders entwickeln und die Anschlussfinanzierung wäre dann ein Schuss nach hinten.

    Bis zum nächsten Beitrag

    Ihr
    Siegmar Bührle

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